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Deutsche Meisterschaft 2010

Der Start der Junioren A mit unserem Schützen Marten Heuer sowie seinen Mannschaftskameraden Adrian Rochlitz und Sven Rieken von der SSG Südheide in der Disziplin Olympische Schnellfeuerpistole endete aufgrund technischer Probleme in einer Enttäuschung.

Zur Vorgeschichte:

Die SSG Südheide ist eine Institution aller Vereine des Kreisverbandes Gifhorn, um talentierte Schützen zu fördern und mit Einzelschützen aus den Vereinen eine Mannschaft für die Teilnahme an Meisterschaften zu bilden.

Die für die Disziplin erforderlichen Sportwaffen werden von der SSG Südheide zur Verfügung gestellt, da nicht jeder Verein über entsprechendes Material verfügt. Diese Waffen, entsprechen nicht dem derzeitigen Stand der Technik und sind bereits älter als 10 Jahre. Unsere Junioren hatten auf der Deutschen Meisterschaft das älteste Material.

Für ein Heranführen von Nachwuchsschützen an die Leistungsklasse sind diese Waffen vollkommen ausreichend. Für Teilnahme gerade an hochklassigen Meisterschaften wie den Landes- und Deutschen Meisterschaften ist dieses Material jedoch keineswegs ausreichend.

Was war passiert:

Donnerstag, 26.08.2010

Am Donnerstag zum Training schien in München die Sonne (Temperatur 31 Grad). Der Trainingstag lief Erfolg versprechend, so dass es mit großen Erwartungen in die beiden Wettkampftage am Freitag und Samstag ging.

Freitag, 27.09.2010

Es regnete und war kalt (17 Grad).

Erste Probleme gab es am Freitag.

Unser Schütze Marten Heuer meldete zu Beginn der zweiten 6-Sekunden-Serie ordnungsgemäß eine Waffenstörung.

Diese kommen in dieser Disziplin aufgrund der schnellen Schussfolge häufig vor. Die an jedem Stand vorhandene Standaufsicht hat bei Meldung einer Waffenstörung zu entscheiden, ob diese anerkannt wird oder nicht. Wird die Waffenstörung anerkannt, darf die Serie wiederholt werden. Wird die Waffenstörung jedoch nicht anerkannt, wird die Serie nicht gewertet.

Nach Prüfung der Waffenstörung hat die Standaufsicht diese nicht anerkannt. Die Serie durfte nicht vervollständigt werden und wurde mit 0-Ring gewertet. Ein solcher Rückstand war auch am zweiten Wettkampftag nicht aufzuholen, so dass nur der 26. Platz für Marten erreicht werden konnte.

Nach Aussage der Standaufsicht war der Verschluss der Waffe angeblich nicht richtig verschlossen, so dass sich der erste Schuss der Serie nicht gelöst hat. Die Sportordnung sieht vor, dass dies fällt in den Verantwortungsbereich des Schützen.

Nach späterer Analyse ist jedoch davon auszugehen, dass aufgrund des Alters der Waffe die Störung eingetreten ist

Schade für Marten, das ein Jahr Vorbereitungszeit umsonst war.

Probleme aber auch bei Adrian Rochlitz

Die Waffen von Adrian wies eine – anerkannte – Waffenstörung auf. Um aufgrund des Alters der Waffen eine zweite Waffenstörung nicht auftreten zu lassen, die ausnahmslos zur Disqualifikation führt, wurde entsprechend der Regeln eine 15-minütige Auszeit bei der Standaufsicht beantragt und gewährt. Innerhalb dieser 15 Minuten wurde die Waffe von auf der Deutschen Meisterschaft anwesenden Büchsenmachern der Händler die Waffe überprüft. Die Serie konnte nachgeholt werden.

Samstag, 28.08.2010

Es regnete und war noch kälter (teilweise 14 Grad)

Erneute Probleme bei Adrian Rochlitz.

Nach Abschluss jedes Wettkampfdurchganges werden 2 Schützen zu nachträglichen Munitionskontrolle und ein Schütze zur nachträglichen Waffenkontrolle ausgelost.

Die Waffenkontrolle traf Adrian.

Bei der Waffenkontrolle wurde dann festgestellt, dass das höchstzulässige Abzugsgewicht von 1000 gr. für die Auslösung des Schusses nicht erreicht wurde.

Entsprechend der Regeln wurde Adrian nachträglich disqualifiziert. Das von ihm erzielte Ergebnis fließt damit auch nicht in die Mannschaftswertung ein, so dass nur das Ergebnis von Sven Rieken und Marten gewertet wurde, so dass es nur für den 12. Platz gereicht hat.

Auch hier ist der Grund im Alter der Waffe zu sehen.

Am Donnerstag wurde das Abzugsgewicht in der ersten Waffenkontrolle vor dem Wettkampf vom Wettkampfgericht überprüft und war in Ordnung. Bei der Waffenkontrolle am Donnerstag herrschte eine Temperatur von 31 Grad. Am Samstag war es teilweise 14 Grad kalt. Durch die Temperaturschwankung ist davon auszugehen, dass der Abzug das vorher geprüfte Abzugsgewicht nicht halten konnte.

Luftpistolenschützen kennen bei älteren Waffen gerade beim Transport im Winter beim Betreten der warmen Räumlichkeiten diese Probleme auch. Die Luftpistolen müssen dann teilweise auf die Heizung gelegt werden.

Hier die Gesamtergebnisse:

Sven Rieken             Platz 21                                 474 Ring

Marten Heuer            Platz 26                                 398 Ring

Adrian Rochlitz         Disqualifikation

Mannschaft                Platz 12                                 873 Ring

Fazit:

Ein Jahr Vorbereitung umsonst; aber:

Ein guter Schütze muss mit solchen Situationen umgehen können und entsprechende Niederschläge auch wegstecken können. Je früher man diese Erfahrung macht, umso besser kann man auch in Zukunft mit entsprechenden Problemen umgehen.

Also:

Der Lerneffekt war da und wird die Jungs nach vorn bringen.